Gewittervorschau 14. – 17.05.2013

Höhenkarte 300 hPa der positiven Vorticityadvektion, gültig für heute Dienstag 20 Uhr. Quelle: wetter3.de

Höhenkarte 300 hPa der positiven Vorticityadvektion, gültig für heute Dienstag 20 Uhr. Quelle: wetter3.de

Nach mehreren Tagen mit trüber, kühler und regnerischer Witterung steigt der Wunsch nach Sonne und Wärme. Dieser Wunsch wird mindestens vorübergehend für die zentralen und östlichen Landesteile in Erfüllung gehen. Allerdings nur dank freundlicher Unterstützung durch den Föhn, stellt sich doch in den nächsten Tagen eine ausgeprägte Föhnströmung über den Alpen ein. Diese Wetterlage birgt immer auch ein gewisses Potenzial für Gewitter, weniger in den Föhngebieten selbst, aber viel eher im Westen und im Süden, wo sich feuchte Luftmassen breitmachen und den Witterungscharakter dominieren.

Ursache der neuerlichen Föhnlage ist ein ausgeprägter Kaltluftausbruch in 2 Schüben aus dem Nordantlantik in Richtung Golf von Biscaya und iberische Halbinsel. Der erste Schub erreicht Spanien morgen Mittwoch, der zweite dann am Samstag. In der Folge bleibt über dem Golf ein ausgeprägtes Höhentief bis weit in die kommende Woche ortsfest. Unser Land bleibt am Ostrand, in einer sehr wetteraktiven Zone, in welcher vor allem im Süden neue unwetterartige Starkniederschläge auftreten können. Im Norden ist ein Wechselspiel zwischen Föhneinfluss und dem Schlechtwetter zu erwarten, welches im Detail fast unlösbare Knacknüsse für eine zuverlässige Prognose stellen kann.

Heute Dienstag wird die Höhenströmung aus SW allmählich an Fahrt gewinnen. Darin eingelagert wird am Abend ein schwach ausgeprägter Minitrog die Alpen aus SW erreichen. Das damit verbundene Hebungsgebiet dürfte gut mit der sog. positiven Vorticityadvektion verknüpft sein, welche in der beiliegenden Höhenwetterkarte 300 hPa orange eingefärbt ist. Die Aufheizung sollte die Luftmasse genügend labilisieren, so dass am Abend einzelne Gewitter im Bereich des Möglichen liegen. Allerdings wirkt die auflebende Föhntendenz gegen stärkere Gewitterherde, so dass sich das Gewitterrisiko wohl auf die Alpen und die Juraregion beschränken dürfte. Auch die Mesomodelle lassen nur ein sehr verhaltenes Gewitterrisiko erwarten.

Am Mittwoch und Donnerstag dreht die Höhenströmung auf Süd und verstärkt sich weiter. Zugleich geraten der Westen und Süden verstärkt unter Schlechtwettereinfluss, auch Gewitter können da und dort auftreten. Der Osten bleibt unter gesundem Föhneinfluss, dort sind nur sporadisch Niederschläge und kaum Gewitter zu erwarten. Allerdings ist die genaue Abgrenzung zwischen Föhneinfluss und dem Schlechtwetter nur kurzfristig zu machen.

Am Freitag scheint sich die Kaltluft überall durchzusetzen und im ganzen Land für wechselhafte, oft regnische Witterung mit einzelnen eingelagerten Gewittern zu sorgen. An diesem Witterungscharakter dürfte sich über die Pfingsttage nicht viel ändern.

Nächstes Gewitterbulletin am Freitag.

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